10. November 2013

09.11.13 Mahnwache anlässlich der Hubertusmesse in Regensburg

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Hubertusmesse Samstag, 09. November 2013
18.30 Uhr: Hubertusmesse in der Alten Kapelle, Regensburg

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Mittelbayerische Zeitung:
Regensburg Während die Regensburger Jäger ihr ihren Dankgottesdienst, die Hubertusmesse, feierten, protestierten vor der Kirchentür der Alten Kapelle Tierschützer. Mit Fackeln und Bannern hatten sie sich vor der Alten Kapelle am Kornmarkt postiert. Rechts und links am Türeingang stand jeweils ein Fackelträger, so dass jeder, der den Gottesdienst besuchte, zwangsläufig an ihnen vorbei musste. „Wir wollen die Bevölkerung auf das Tiermassaker aufmerksam machen, das durch die Jagd stattfindet“, sagte Anita Krieger von „Tierrechte Aktiv“ Regensburg.

„Während die Kirche die Heiligkeit des Lebens und die Bewahrung der Schöpfung proklamiert, gibt sie ihren Segen für diese Grausamkeit“, prangerte sie an. Jagd habe heute nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Gedanken der Nahrungsmittelbeschaffung zu tun, sondern sei „ein Hobby mit der Lust und Macht auf Töten, das wenig mit der Regulation der Bestände zu tun habe“, argumentierte Anita Krieger.

Hubertus Mühlig, den Vorsitzenden des Bezirksjagdverbands Regensburg, lassen solche Vorwürfe kalt. „Wir nehmen das hin. Da können sie ja vor jeder Metzgerei demonstrieren. Was die wollen, wollen wir schon lange, nämlich eine nachhaltige und artenreiche Tierwelt.“ Doch die Vorstellungen, wie diese Artenregulation geschehen soll, könnten nicht weiter auseinander gehen. „Was das Töten von Tieren angeht, sind wir selbstverständlich nicht auf einer Linie“, so Mühlig. „Als Jäger tragen wir eine große Verantwortung.“ Im Gottesdienst werde an diese Verantwortung appelliert und daran erinnert, dass alle Tiere Geschöpfe Gottes seien. Gerade in diesem Jahr komme dem eine große Bedeutung zu, da viele Tiere während der Flutkatastrophe

„Die Kirche hat die Legende von Hubertus eindeutig für ihre Zwecke missbraucht“, so Krieger. „Anstatt den Heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu machen, ernannte sie ihn zum Patron der Jäger. Alle Jäger sollten sich aber den heiligen Hubertus zum Vorbild nehmen und aufhören zu jagen. Der Sinn der Legende ist doch wohl der, dass der Mensch in Einklang und Frieden mit der Natur und den Tieren leben soll“, findet die Aktivistin.

Der Heilige Hubertus, Schutzpatron der Jäger, wurde 655 als Sohn eines Edelmanns geboren. Er war zunächst ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch aufgespürt hatte und ihn verfolgte, um ihn zu töten, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: „Hubertus, warum jagst du mich?“ Von diesem Moment an beendete Hubertus das Jagen und führte fortan ein einfaches Leben. So erzählt es die bekannte Legende.


Mittelbayerische Zeitung